Hast du alles im Griff? Babys und die Bürokratie

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Herzlichen Glückwunsch! Du hast ein neues  Familienmitglied! Ein kleines großes Wunder sitzt auf deinem Schoß! Und du hast richtig viel um die Ohren. Aber neben der Versorgung des Babys gibt es auch noch bürokratische Aufgaben, die du in Angriff nehmen musst. Einige Dinge kannst du bereits vor der Geburt in die Wege leiten, damit du gut vorbereitet bist, wenn dein Baby dann endlich da ist.

Vertiefend wird sich hierzu unsere Babini Mum Nora am 27.11. mit dem Thema bei Babini @home auseinandersetzen, sich mit Experten austauschen, ihre eigenen Erfahrungen schildern und dir nützliche Tipps zur Bewältigung der To-Do-Liste geben.

Hier die wichtigsten Themen im Überblick.

Mutterschaftsgeld

Der gesetzliche Mutterschutz besteht sechs Wochen vor und acht Wochen nach der Geburt. Solltest du Zwillinge bekommen, dein Baby eine Frühgeburt sein oder an einer Behinderung leiden, sind es 12 Wochen nach der Geburt. In dieser Zeit erhältst du Mutterschaftsgeld von deiner Krankenkasse. Das Mutterschaftsgeld kannst du sieben Wochen vor dem Entbindungstermin mit einer Bescheinigung deines Frauenarztes bei der gesetzlichen Krankenkasse beantragen.

Elternzeit

Sollte Elternzeit eine Rolle spielen, musst du das bei deinem Arbeitgeber schriftlich beantragen. Der Antrag muss spätestens sieben Wochen vor dem Beginn der geplanten Elternzeit gestellt werden. Sowohl Mamas als auch Papas können die Elternzeit beantragen.

In der Elternzeit erhaltet ihr Elterngeld. Bei einigen Elterngeldstellen könnt ihr den Antrag auf Elterngeld schon vor der Geburt vorbereiten und müsst dann nur noch die Daten aus der Geburtsurkunde ergänzen. Neben dem Antrag auf Elterngeld müsst ihr die spezielle Ausfertigung der Geburtsurkunde für den Elterngeldantrag, eine Bescheinigung der Krankenkassen, die Steuer ID beider Elternteile, eine Kopie der Personalausweise beider Eltern mit Vorder- und Rückseite, die aktuellen Steuerbescheide beider Elternteile sowie die Lohn- und Gehaltsnachweise der letzten 12 Monate einreichen.

Welche Modelle es hier für beide Elternteile gibt, wird Nora am 27.11. bei Babini @home genau erklären.

Kindergeld

Das Kindergeld gibt es bei der Familienkasse der Agentur für Arbeit. Mit der Geburtsurkunde, deiner Steuer ID und der Steuer ID deines Kindes kannst du den Antrag auf Kindergeld stellen. Keine Sorge, die Steuer ID deines Nachwuchses kommt automatisch und ist wahrscheinlich schon im Briefkasten, wenn du aus dem Krankenhaus nach Hause kommst.

Krankenkasse

Dein Baby wird nach der Geburt bei der Krankenkasse eines Elternteils mitversichert. Hier reicht es aus, die Krankenkasse telefonisch oder per Mail über die Geburt zu informieren. Das entsprechende Formular wird dann gemeinsam mit der Geburtsurkunde von der Krankenkasse verarbeitet.

Du merkst schon, die Geburtsurkunde ist das zentrale Dokument, dass du an vielen Stellen benötigst.

Wenn du Glück hast, beantragt das Krankenhaus direkt nach der Entbindung die Geburtsurkunde für dich, wenn nicht, musst du dich innerhalb einer Woche nach der Geburt an das für dich zuständige Standesamt wenden.

Wenn du verheiratet bist, benötigst du die Geburtsbescheinigung aus der Klinik, eine Kopie beider Personalausweise, beide Geburtsurkunden und die der eventuellen Geschwisterkinder, sowie die Ehe- oder Lebenspartnerschaftsurkunde.

Wenn du nicht verheiratet bist, brauchst du zusätzlich eine Vaterschaftsanerkennung mit Zustimmung der Mutter, eine Sorgeerklärung beider Elternteile.

Eine Vaterschaftsanerkennung kannst du beim Jugendamt, Standesamt oder Amtsgericht bestätigen lassen.

Dir ist schon ganz schwindelig? Keine Sorge, wir nähern uns dem Ende und richtig viel ist auch schon geschafft. Denn alle Punkte auf der Liste kannst du gut vorbereiten, indem du die Unterlagen zusammenstellst. Nun weißt du, welche du noch angehen musst und in Ruhe von zu Hause abarbeitest.

Einwohnermeldeamt

Möglichst kurz nach der Geburt musst du mit deinem Baby zur Anmeldung auf das zuständige Einwohnermeldeamt. Wie immer: die Geburtsurkunde und eure Ausweise müssen dabei sein.

Wenn du zeitnah innerhalb der nächsten 12 Monate eine Reise planst, dann kannst du auch gleich den Kinderreisepass mit beantragen. Dazu solltest du zusätzlich noch ein biometrisches Bild deines Kindes dabeihaben und dein Baby muss mit aufs Amt, da es sich persönlich „vorstellen“ muss. Um Stress zu vermeiden, kannst du bis zur ersten Reise damit warten. Eine Ausweispflicht besteht erst ab dem 16. Lebensjahr.

Good to know: Ein Kinderreisepass ist seit 2021 nur noch für ein Jahr gültig – prüfe dies bei anstehenden Reisen immer rechtzeitig und beachte, dass bei Reisen in die USA Sonderreglungen gelten. Hier wird ein Pass mit maschinenlesbarem Chip verlangt.

Das hört sich jetzt alles nach sehr viel Bürokratie an, aber denkt daran: Du hast in den letzten Monaten bereits so viel gemeistert, da ist das doch eigentlich ein Klacks!

Noch mehr Tipps zum Thema Bürokratie bekommt ihr von unserer Babini Mum Nora.

27.11.2021 Babini @home: Hast du alles im Griff? Babys und Bürokratie

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